Mailand - San Remo
Der Frühjahrsklassiker Mailand-San Remo ist das erste große klassische Eintagesrennen der Saison. Die Italiener halten ihr Milano-San Remo für den schönsten aller Klassiker und nennen ihn liebevoll «La Classicissima» oder schlicht «La Primavera». Mit einer Renndistanz von knapp 300 Kilometern ist Mailand-San Remo das längste Eintagesrennen des 21. Jahrhunderts von Bedeutung. Mailand-San Remo gehört zu den fünf Monumenten, also den fünf traditionsreichsten und begehrtesten Radklassikern der Welt.
Das Profil von Mailand-San Remo weist nicht viele Schwierigkeiten auf, dafür haben diese es in sich. Etwa zur Rennhalbzeit ist der Turchinopass erreicht, der aber heutzutage keine entscheidende Rolle mehr spielt. Die «Scharfrichter» bei Mailand-San Remo sind die sogenannten «Capi», kurze, dafür aber giftig steile Anstiege an der Mittelmeerküste. Im Laufe der letzten Jahrzehnte kamen immer mehr «Capi» hinzu, um die Schlussphase des Rennens spannender zu machen. Die beiden letzten Steigungen sind die Cipressa und der Poggio di San Remo, nach dessen Abfahrt das Ziel auf der Via Roma auch schon fast erreicht ist. Am Poggio entscheidet sich meist, ob es einen Massensprint gibt.
Erster Sieger bei Mailand-San Remo war ausgerechnet ein Franzose: 1907 gewann Lucien Petit-Breton. Der gebürtige Berliner Erik Zabel verbuchte in San Remo rund um die Jahrtausendwende fünf Erfolge, er wurde von den Italienern deswegen auch ehrfürchtug «Signore San Remo» genannt. Die meisten Siege feierte - wie könnte es anders sein - Eddy Merckx: Es waren sieben an der Zahl!
Interessante Links:
- Siegerliste von Mailand-San Remo
- Portrait über Erik Zabel
- www.milansanremo.co.uk
