Paris - Roubaix
Paris-Roubaix dürfte hinter der Tour de France das berühmteste Radrennen der Welt sein. Folgerichtig liest man häufiger auch von der «Königin der Klassiker». Die alten, aus groben Pflastersteinen bestehenden Feldwege verleihen diesem Eintagesrennen heute seinen besonderen Charakter. Auf den rund 250 Kilometern zwischen dem Pariser Vorort Compiègne und Roubaix führen rund ein Fünftel der Strecke über die sogenannten Pavé-Sektoren, also über unwegsames Kopfsteinpflaster. Der gefürchtetste Pflaster-Sektor liegt im Wald von Arenberg, wo meist eine Vorentscheidung fällt. Den Pflaster-Sektoren werden je nach Schwierigkeisgrad zwischen ein und fünf Sterne verliehen.
Oft macht den Fahrern bei Paris-Roubaix neben dem holprigen Untergrund auch noch das schlechte Wetter zu schaffen. Regen kann das Kopfsteinpflaster in eine schlammige Rutschpiste verwandeln. In Anspielung auf die schrecklichen Ereignisse im Ersten Weltkrieg redet man im Zusammenhang mit Paris-Roubaix von der Hölle des Nordens. Viele halten das Rennen für einen Anachronismus.
Startort war bei Paris-Roubaix zuletzt Compiègne, das einige Kilometer nordöstlich von Paris liegt. Die Zielline liegt im Velodrom von Roubaix, in dem zum Abschluss anderhalb Runden zu absolvieren sind. Das Betonoval bildet einen schönen Kontrast zu den Pflastersteinen. Der Sieger des Rennens wird mit einem eben solchen Pflasterstein ausgezeichnet. Als Erster gewann 1896 der Deutsche Joseph Fischer.
Interessante Links:
- Siegerliste auf Radsport-Seite.de
- Portrait des Rennens auf cycling4fans.de
- Fotos aus dem Jahr 2001 auf cyclingnews.com
